Steuerliche Behandlung von Ersatzbeschaffungsrückstellungen und Gewinnanteilsansprüchen

Steuerliche Behandlung von Ersatzbeschaffungsrückstellungen und Gewinnanteilsansprüchen

Vater und Sohn (Steuerpflichtiger) vereinbarten im Jahr 2001 mit Kaufvertrag über ein landwirtschaftliches Gewerbe ein 25 Jahres dauerndes Gewinnanteilsrecht (Art. 41 Abs. 1 bzw. Art. 28 ff. BGBB). Darüber hinaus wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös – zeitlich limitiert – für einen Realersatz verwendet werden kann. In Bezug auf das zur Diskussion stehende Grundstück durfte gemäss Vertrag nur die Hälfte des Erlöses – zeitlich limitiert – für einen Realersatz verwendet werden. Die andere Hälfte solle den Eltern bzw. nach deren Tod den beiden Schwestern zukommen.

Der Pflichtige veräusserte im Jahr 2011 das betreffende Grundstück zum Preis von CHF 1'700'000 und realisierte einen handelsrechtlichen Gewinn von CHF 1'316'000. Im Umfang von rund CHF 689'000 bildete er eine Ersatzbeschaffungsrückstellung. Darüber hinaus richtete er einen Gewinnanteil von rund CHF 627'000 an den Vater und die Schwestern aus.

In der Steuerperiode 2011 wurde durch das Gemeindesteueramt eine Ersatzbeschaffungsrückstellung im Umfang des handelsrechtlichen Gewinnes berücksichtigt. Ergo wurden die ausgerichteten Gewinnanteile erfolgsneutral behandelt.

iusNet StR 18.05.2020

 

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